Blog · 23. August 2026
Von Wix oder Jimdo zu WordPress: was ein Umzug wirklich bedeutet
Ein Baukasten-Layout lässt sich nicht exportieren — ein Umzug ist ein Neuaufbau. Was übernommen werden kann, welche Schritte zählen und wann sich der Wechsel gar nicht lohnt.
Wer von Wix oder Jimdo zu WordPress will, stößt schnell auf Angebote, die nach Knopfdruck klingen: „Website-Migration, schnell und einfach”. Zeit für die ehrliche Version.
Die ehrliche Wahrheit: Es gibt keinen Export
Wix- und Jimdo-Layouts lassen sich nicht exportieren. Die Baukästen sind geschlossene Systeme — es gibt keine Funktion, die Ihr Design in WordPress verwandelt, und kein Werkzeug eines Drittanbieters kann das seriös leisten. Ein Umzug ist deshalb immer ein Neuaufbau: Die neue Seite wird in WordPress neu gebaut, in der Regel angelehnt an das bisherige Design — oft frischer als das Original, aber eben neu.
Was sich übernehmen lässt, sind Ihre Inhalte: Texte, Bilder, Kontaktdaten. Das klingt nach wenig, ist aber meist der wertvollste Teil — das Design ist austauschbar, Ihre Inhalte sind es nicht.
Die Wechsel-Checkliste
Wenn der Wechsel ansteht, entscheiden vier Punkte darüber, ob er glatt läuft:
- Inhalte sichern. Alle Texte und Bilder aus dem Baukasten herausholen, solange der Zugang besteht — Texte kopieren, Bilder in Originalgröße herunterladen.
- Weiterleitungs-Liste anlegen. Notieren Sie jede Adresse der alten Seite
(
/leistungen,/ueber-uns…). Nach dem Umzug muss jede alte URL per Weiterleitung auf ihre neue Entsprechung zeigen — sonst laufen bestehende Rankings und Verlinkungen ins Leere, und Sie fangen bei der Sichtbarkeit von vorn an. - Domain und E-Mail planen. Liegt die Domain beim Baukasten-Anbieter, muss sie umziehen; laufen Postfächer darüber, brauchen die einen neuen Platz. Beides gehört geplant, bevor irgendetwas gekündigt wird — sonst sind Website und Mailverkehr gleichzeitig tot.
- Parallel aufbauen statt abschalten. Die neue WordPress-Seite entsteht neben der laufenden Baukasten-Seite. Erst wenn sie fertig und abgenommen ist, wird die Domain umgeschaltet — ohne Lücke, in der Kunden ins Leere klicken.
Wann sich der Wechsel lohnt — und wann nicht
Der Kernpunkt ist Eigentum: Im Baukasten mieten Sie Ihre Website. Kündigen Sie das Abo, ist sie weg — mitnehmen können Sie nichts außer den Inhalten. WordPress auf eigenem Hosting gehört Ihnen: Sie können Hoster, Design und Dienstleister jederzeit wechseln, erweitern, umziehen.
Der Wechsel lohnt sich, wenn die Ansprüche wachsen: Der Blog soll ernsthaft ranken, ein Shop oder eine Buchungsfunktion soll dazu, oder Sie wollen sich nicht länger an einen Anbieter binden, dessen Preise Sie nicht kontrollieren.
Und die ehrliche Gegenrechnung: Nicht jeder sollte wechseln. Eine kleine Visitenkarten-Seite — fünf Seiten, ändert sich selten, soll nicht wachsen — ist im Baukasten oft gut aufgehoben. Der Anbieter kümmert sich um Technik und Updates, und ein Umzug brächte Aufwand ohne echten Gewinn. Wer keine Wachstumspläne hat, darf guten Gewissens bleiben.
Die Kostenlogik
Beim Baukasten zahlen Sie ein Abo, solange die Seite existiert — überschaubar pro Monat, in Summe über Jahre erheblich, und am Ende gehört Ihnen nichts. Bei WordPress zahlen Sie den Aufbau einmal plus laufend das (deutlich günstigere) Hosting. Auffällig bei den meisten Umzugs-Angeboten am Markt: Preise gibt es erst „auf Anfrage”. Wir halten das anders.
Unser Baukasten-Umzug zu WordPress kostet 899 € Festpreis für bis zu 10 Seiten: Neuaufbau mit gepflegtem Theme, Übernahme aller Inhalte, Weiterleitungen, Domain- und E-Mail-Umzug ohne Ausfallzeit — und eine Einweisung, damit Sie Texte und Bilder danach selbst pflegen können.
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