Abmahn-Ratgeber · Stand August 2026
In ChatGPT & Co. gefunden werden: was KI-Sichtbarkeit wirklich bedeutet
Immer mehr Kunden fragen ChatGPT oder Perplexity statt Google. Wie Sie selbst prüfen, ob KI-Systeme Ihre Website überhaupt lesen dürfen — und was Sie sofort tun können.
Worum es geht
Das Suchverhalten verschiebt sich. Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen direkt an ChatGPT oder Perplexity oder lesen die KI-Übersicht, die Google über die klassischen Treffer setzt — statt sich durch zehn blaue Links zu klicken. Die Antwort kommt fertig formuliert, mit ein paar Quellen darunter. Wer dort als Quelle genannt wird, bekommt den Besuch und das Vertrauen. Wer nicht vorkommt, existiert für diese Nutzer schlicht nicht — auch mit guten Google-Rankings.
Dafür hat sich ein eigener Begriff etabliert: Generative Engine Optimization, kurz GEO. Klingt nach neuer Disziplin, ist aber zu einem großen Teil solides Handwerk: KI-Systeme können nur zitieren, was sie crawlen dürfen und maschinell verstehen können. Und genau daran scheitert es auf vielen Websites — oft ohne dass die Betreiber es ahnen.
In fünf Minuten selbst prüfen
Der schnellste Weg: unser kostenloser KI-Sichtbarkeits-Check — Adresse eingeben, Befund in Sekunden. Oder von Hand:
- Fragen Sie die KI selbst. Öffnen Sie ChatGPT oder Perplexity und fragen Sie, was das System über Ihre Firma weiß — und welche Anbieter es für Ihre Leistung in Ihrer Stadt empfiehlt. Tauchen Sie auf? Stimmen die Angaben? Welche Quellen werden genannt?
- Sehen Sie in Ihre robots.txt. Rufen Sie
ihre-domain.de/robots.txtim Browser auf. Stehen dort Zeilen wieUser-agent: GPTBotgefolgt vonDisallow: /— oder gleich ein pauschalesDisallow: /für alle Bots — dann sperren Sie KI-Crawler aktiv aus. Relevante Namen: GPTBot, OAI-SearchBot, PerplexityBot, ClaudeBot, Google-Extended, CCBot. - Prüfen Sie Ihr Sicherheits-Plugin. Viele Security- und Firewall-Plugins blocken „schlechte Bots” pauschal — und erwischen dabei genau die Crawler, über die KI-Systeme Ihre Inhalte kennenlernen. Ein Blick in die Bot-Einstellungen lohnt sich.
Was die technische Basis leistet — und was nicht
Zuerst das Unbequeme: Niemand kann Ihnen Platzierungen in KI-Antworten garantieren. Welche Quellen ChatGPT oder Perplexity zitieren, entscheiden deren Modelle — kein Dienstleister der Welt hat darauf direkten Zugriff. Wer Ihnen „Platz 1 in ChatGPT” verspricht, verkauft Schlangenöl. Seriös ist etwas anderes: die Hürden beseitigen, die Ihre Inhalte heute unsichtbar oder unverständlich machen.
Drei Bausteine bilden diese technische Basis:
- Eine robots.txt, die KI-Crawler hereinlässt. Was nicht gecrawlt werden darf, kann nicht zitiert werden — so einfach ist die erste Hürde.
- Eine llms.txt im Root-Verzeichnis — eine strukturierte Inhaltsübersicht, die KI-Systemen sagt, worum es auf der Seite geht und welche Seiten die wichtigen sind.
- Strukturierte Daten (schema.org/JSON-LD) für Unternehmen, Leistungen und FAQ-Inhalte — die maschinenlesbare Schicht, aus der sich Fakten sauber ziehen lassen, statt sie aus Fließtext zu raten.
Und eine zweite ehrliche Einordnung: GEO ergänzt die klassische Suchmaschinenoptimierung, es ersetzt sie nicht. Dieselbe Sorgfalt — klare Struktur, saubere Auszeichnung, verständliche Inhalte — hilft beiden Kanälen.
Was Sie sofort selbst tun können
- Bot-Blocker entschärfen: Prüfen Sie robots.txt und Sicherheits-Plugin (siehe oben) und nehmen Sie die genannten KI-Crawler von der Sperrliste.
- Ein llms.txt-Grundgerüst anlegen: eine einfache Markdown-Datei im Root-Verzeichnis mit Ihrem Firmennamen, zwei Sätzen zur Leistung und Links auf Ihre wichtigsten Seiten. Wie das genau aussieht, zeigt unser Beitrag llms.txt für WordPress.
- Inhalte als Fragen und Antworten aufbereiten: KI-Systeme beantworten Fragen — Seiten, die häufige Kundenfragen direkt und konkret beantworten (echte FAQ-Abschnitte statt Werbeprosa), liefern genau das Material, das sich zitieren lässt.
Wenn Sie es machen lassen wollen
Unsere KI-Sichtbarkeits-Grundeinrichtung (449 € Festpreis) erledigt genau diese Basis: Bestandsaufnahme, robots.txt-Korrektur, llms.txt, strukturierte Daten für Unternehmen, Leistungen und FAQ — plus eine Empfehlung, welche 3–5 Seiten sich für eine FAQ-Aufbereitung lohnen. Mit Bericht, was KI-Crawler vorher und nachher bei Ihnen vorfinden.
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