Blog · 2. September 2026
Die 8 häufigsten WordPress-Fehler und wie Sie sie beheben — von 404 bis Wartungsmodus
Weiße Seite, Fehler 500, 403, Umleitungsfehler, HTTP-Fehler beim Upload, Wartungsmodus hängt, Login-Schleife, kaputte Permalinks — für jeden Fehler die wahrscheinlichste Ursache und den kürzesten Weg zurück.
Die meisten WordPress-Fehler sehen dramatisch aus und haben banale Ursachen. Diese Liste ist nach Häufigkeit sortiert, so wie die Fälle bei uns ankommen. Für jeden Fehler: woran Sie ihn erkennen, was fast immer dahintersteckt, und was Sie selbst tun können. Vor jedem Eingriff in Dateien gilt: Backup.
1. Kritischer Fehler oder weiße Seite
Die Meldung „Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website” oder — bei älteren Installationen — einfach eine leere weiße Seite. Ursache ist ein abgestürztes Plugin oder Theme, meist nach einem Update oder einem Wechsel der PHP-Version. Der Weg: Wiederherstellungs-Mail suchen, sonst Fehlerprotokoll einschalten, Verursacher per FTP umbenennen. Das ist ausführlich beschrieben im Beitrag „Es gab einen kritischen Fehler”.
2. Fehler 500 (Internal Server Error)
Der Server meldet einen allgemeinen Fehler, ohne dass WordPress noch zu Wort
kommt. Drei Verdächtige: eine beschädigte .htaccess (Datei umbenennen,
Seite laden — läuft sie, in Einstellungen → Permalinks einmal „Änderungen
speichern” klicken, WordPress schreibt eine frische), ein erschöpftes
PHP-Speicherlimit (WP_MEMORY_LIMIT in wp-config.php erhöhen), oder wieder
ein Plugin (dann zeigt das Fehlerprotokoll den Namen). Bei manchen Hostern
erzeugt auch eine falsche PHP-Einstellung im Kundenmenü den 500er.
3. Fehler 403 (Forbidden)
Der Server verweigert den Zugriff. Meist ein Sicherheits-Plugin, das den
eigenen Betreiber ausgesperrt hat (nach zu vielen Login-Versuchen oder wegen
eines Länderfilters), die Firewall des Hosters, oder Dateirechte, die nach einem
Umzug falsch gesetzt wurden: Ordner brauchen 755, Dateien 644. Beim 403 nur auf
wp-admin hilft es oft, das Sicherheits-Plugin per FTP vorübergehend
umzubenennen.
4. Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung
Falsche Zugangsdaten in wp-config.php, abgestürzter Datenbankserver,
beschädigte Tabelle oder ein Verbindungslimit beim Hoster. Alle vier Prüfungen
stehen im Beitrag Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung.
5. Umleitungsfehler (ERR_TOO_MANY_REDIRECTS)
Der Browser bricht ab, weil die Seite sich endlos selbst weiterleitet. Fast
immer ein Widerspruch zwischen zwei Stellen, die entscheiden, ob die Seite
http oder https, www oder ohne heißt: die WordPress-Adresse unter
Einstellungen → Allgemein, die .htaccess, ein SSL-Plugin (Really Simple SSL)
und die Einstellung beim Hoster oder bei Cloudflare. Die schnelle Lösung ohne
Backend: in wp-config.php die beiden Zeilen
define( 'WP_HOME', 'https://ihre-domain.de' );
define( 'WP_SITEURL', 'https://ihre-domain.de' );
ergänzen — sie überschreiben die Datenbankeinstellung. Bei Cloudflare zusätzlich den SSL-Modus auf „Full (strict)” stellen; „Flexible” erzeugt genau diese Schleife.
6. HTTP-Fehler beim Bild-Upload
Die Mediathek bricht mit „HTTP-Fehler” ab. Ursachen: das Bild ist zu groß
(Hoster-Limit upload_max_filesize, oft 2 bis 8 MB), der Ordner
wp-content/uploads ist nicht beschreibbar, der Speicherplatz ist voll, oder
die Bildbibliothek des Servers (Imagick) verschluckt sich an der Datei. Letzteres
lässt sich testen, indem man WordPress zwingt, die Alternative GD zu nutzen —
per Schnipsel in functions.php (add_filter( 'wp_image_editors', fn() => [ 'WP_Image_Editor_GD' ] );).
Seit WordPress 7.0.4 ist die Bildverarbeitung übrigens auch ein Sicherheitsthema
— siehe WordPress 7.0.4.
7. „Wartungsmodus” hängt
Nach einem abgebrochenen Update zeigt die Seite dauerhaft „Wegen geplanter
Wartungsarbeiten kurzzeitig nicht verfügbar”. WordPress legt für die Dauer
eines Updates eine Datei .maintenance ins Hauptverzeichnis und löscht sie
danach — bricht das Update ab, bleibt sie liegen. Lösung: Datei per FTP
löschen (sie ist versteckt, im FTP-Programm „verborgene Dateien anzeigen”
einschalten). Danach prüfen, ob das Update sauber durchgelaufen ist; oft muss es
wiederholt werden.
8. Login-Schleife oder „Cookies sind wegen einer unerwarteten Ausgabe gesperrt”
Sie loggen sich ein und landen wieder auf der Login-Seite, oder WordPress
beschwert sich über Cookies. Die Cookie-Meldung heißt fast immer: Irgendeine
Datei gibt vor dem eigentlichen Seitenaufbau ein Zeichen aus — ein Leerzeichen
nach dem schließenden ?> in wp-config.php oder functions.php reicht. Die
Login-Schleife kommt von einem Cache (Browser-Cookies der Domain löschen,
Caching-Plugin leeren), von unterschiedlichen www-Schreibweisen zwischen
Login-Seite und Site-Adresse oder von einem abgelaufenen Sicherheits-Plugin-Token.
Wann es nicht mehr um Fehler geht
Taucht bei der Fehlersuche etwas auf, das Sie nicht kennen — ein Plugin, ein Admin-Konto, eine PHP-Datei im Uploads-Ordner —, ist es kein Fehler mehr, sondern ein Vorfall. Dann nicht reparieren, sondern sichern und den Malware-Notfall rufen. Für alle acht Fehler oben gilt dagegen: Sie sind in aller Regel innerhalb einer Stunde behoben. Wer sich die Suche nicht selbst zumuten will, bucht unsere WordPress-Soforthilfe — eine Stunde für 99 €, Start am selben Werktag, Ursache schriftlich.
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